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Anorexie / Anorexia nervosa



 
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Joanie
Gast






BeitragVerfasst am: 03.09.2009, 18:32    Titel: Anorexie / Anorexia nervosa Antworten mit Zitat

Da bei uns auf Arbeit das Thema leider auch viel aktueller wird, dachte ich mir, ich schreib mal was dazu.

Anorexie / Anorexia nervosa

Begriffsherkunft

Anorexie ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus α privativum und griech. ὄρεξις „Verlangen“. Wörtlich übersetzt heißt es „Kein Verlangen“

Anorexia nervosa stammt aus den Lateinischen / griechischen und ist mit etwa „nervlich bedingte Appetitlosigkeit“ zu übersetzen.

Anorexie

Das Thema Anorexie ist sehr komplex. Hierbei handelt es sich um dauerhafte Appetitlosigkeit. In dem Zusammenhang fehlt ebenfalls das Bedürfnis nach Nahrung. Dies hat zur Folge, dass der Körper unterernährt wird und teilweise sogar sehr gravierende Schäden davon trägt. Als Ursachen können Krankheiten aber auch psychische Störungen von außen (z.B. Missbrauch) sein. Die härteste Form und auch als eigenständige Erkrankung betrachtet wird die Anorexia nervosa. Besser bekannt als Magersucht.

Für eine Behandlung ist immer die Ursache dieser Appetitlosigkeit zu erforschen. Ein Patentrezept, was für alle Patienten gilt, kann man nicht aufstellen, da der Umfang der Ursachen sehr groß ist.


Anorexia nervosa

Diese Krankheit ist besser bekannt als „Magersucht“. Im Bereich der Erkrankten musste man feststellen, dass dies meistens noch sehr junge Menschen sind. In der Regel unter 30 Jahre. Bei allen geht eine andere psychische Erkrankung voraus. Diese trägt den wunderschönen Namen Dysmorphophobie. Hinter diesem Begriff versteckt sich ganz „einfach“ die gestörte Selbstwahrnehmung. Die Personen sind der Meinung, dass der Körper nicht schön ist oder zu dick ist. Alles wird bemängelt auch wenn dies nicht der Realität entspricht.

Sehr häufig geht der Magersucht der Wunsch voraus, abzunehmen. Also Diät zu machen. Diese Diät verliert irgendwann den Bezug zur Realität und läuft aus dem Ufer. Das Problem ist vorrangig bei jungen Frauen. Jedoch der Anteil von Männern, die an Magersucht leiden, nimmt stetig zu.

Magersucht kann aber auch eine Folge von Selbstverletzendes Verhalten sein.

Ursachenforschung – meine ganz eigene Meinung

Als eine Ursache für solches Verhalten wird der Umgang mit dem Körper in der Öffentlichkeit gesehen. Über die Presse wird ein vermeintliches Schönheitsideal verkauft, welchen viele – vor allem junge Frauen – versuchen nachzueifern.

Bei Berichten über Prominente, Mode und den vermeintlichen Allgemeingeschmack wird sehr viel suggeriert, dass man als Mensch nur Erfolg und Anerkennung bekommt, wenn man schlank ist. Models bei Modenschauen sind teilweise sehr extrem dünn. Hinzu kommt, dass in der Modebranche die Größen mittlerweile so gestaltet werden, dass (meistens) Frauen sehr deprimiert sind weil sie vermeintlich zu dick wären. (Anmerkung Autorin: sehr eigene Erfahrung)

Dieser Schönheitswahn greift mittlerweile auf immer jüngere Menschen zurück. Schon im Kleinstkindalter suggerieren viele Eltern ihren Kindern, dass man nur was wert ist, wenn man „schön“ und „schlank“ ist. Nur wie definiere ich schlank? Wann ist ein Mensch schon dürr? Diese Grenze verwischt immer mehr und ist für viele immer weniger zu durchschauen. Das individuelle Ich geht auf Dauer verloren, wenn man es nicht schafft, sich dagegen zu stellen. Seinen eigenen Stil zu finden und diesen auch offenherzig und souverän vor anderen zu vertreten. Ich denke, gerade Menschen mit einem angeknacksten Selbstwertgefühl versuchen am liebsten mit dem Strom zu schwimmen. Durch Mitmachen von aktuellen Trends Akzeptanz zu finden und „Dazuzugehören“. Das individuelle Ich wird dabei in den Hintergrund geschoben.

Wenn diese durch Medien geschaffenen Schönheitsideale nicht die Ursache sind, so ist es auch durchaus von Mitmenschen verursacht. Schon in der Familie kann die Ursache für das fehlende Selbstwertgefühl und die damit auch verursachten psychischen Störungen liegen. Wie schon genannt, versuchen viele Eltern ihre Kinder von klein an auf die Schiene des Schönheitsideals zu trimmen. Meistens nicht mal bewusst. In der Regel ist das jedoch der Natur eigentlich egal, was die Eltern denken und schnell sind auch mal ein paar Pfunde zu viel auf der Hüfte oder ein Körpermerkmal entspricht nicht mehr dem Ideal. Auch hier meistens unbewusst bekommt das Kind immer wieder zu hören wie „dick“ und „hässlich“ es doch sei. Damit lernt das Kind jedoch nicht das Selbstvertrauen auch zum eigenen Körper zu stehen. Spätestens in der Schule zahlt sich dieses fehlende Selbstvertrauen aus und nicht selten werden solche Menschen von den Mitschülern gemobbt. Aber auf das Thema Mobbing will ich hier nicht weiter im Detail eingehen.

Aufgrund dieses „Mobbing“ versuchen viele Menschen dann die „Makel“ entgegenzuwirken. Dies ist einerseits die Frage des Gewichtes und der „fetten“ Zonen. Andererseits wird auch versucht, mit Hilfe von Schönheitskosmetik und – Chirurgie dem entgegenzuwirken.

Eine der schlimmsten Ursachen für Magersucht sehe ich bei traumatischen Erlebnissen, z.B. sexueller Missbrauch oder Misshandlung.


Folgen für den Körper

Die Folgen der Magersucht sind sehr schwere körperliche Störungen, die lebensgefährliche Ausmaße annehmen können und im extremsten Fall auch bis zum Tode führen.

Der Körper bekommt die benötigten Nährstoffe werden nicht mehr im vollen Umfang oder gar nicht zugeführt. Dies hat zur Folge, dass der Körper dies mit den eingelagerten Reserven auffangen will. Dies geht jedoch nur seine sehr begrenzte Zeit gut. Um den Körper weiterhin am laufen zu halten, werden Körpergewebe abgebaut und die Funktionstüchtigkeit der Organe langsam zurückgefahren.

Folgen sind unter anderem:

1. Das Herz verlangsamt seinen Herzschlag. Damit wird der Blutdruck geringer und die Blutzufuhr sowie die für die Organe verbundene Zufuhr der „Energie“ wird zurückgefahren. Die Folge ist Herzrhythmusstörung, die bis hin zum plötzlichen Herztod führen kann.
2. Das Blut kann nicht mehr den vollen Umfang von Nährstoffen aufnehmen. Das bedeutet, dass der Körper unterzuckert wird, die Bildung der Blutkörperchen nicht mehr voll nachgekommen werden kann und Blutarmut eintritt. Durch die Mangelerscheinungen im Blut können unter anderem nicht genügend Blutplättchen gebildet werden. Diese benötigt der Körper jedoch um z.B. Verletzungen besser heilen zu können.
3. Die Geschlechtshormone gehen zurück. Bei einer niedrigen Konzentration kann dies zur Folge haben, dass der Brustwachstum zurückgeht und (bei Frauen) Unfruchtbarkeit eintritt.
4. Die Mangelerscheinungen machen auch vor den Knochen nicht halt. Durch das Fehlen von z.B. Calcium werden die Knochen auf Dauer porös und es kann bis zur Osteoporose führen. Die Gefahr eines Knochenbruches steigt erheblich.
5. Bei häufigem Erbrechen kann dies sogar die Zähne angreifen. Die Zähne werden durch die Magensäure und Karies schwer angegriffen.
6. Aufgrund des Zurückfahrens des Herzens und der geringeren Versorgung haben die Organe erhebliche Probleme, Ihre Tätigkeit nachzukommen. Die Darmtätigkeit verringert sich. Es folgen chronische Verstopfungen, Magenkrämpfe, Übelkeit, Nierenversagen, Blasenschwäche.

Bis zu 15 % der Erkrankten sterben entweder an den Folgen der Krankheit (z.B. Herzstillstand oder Infektionen) oder begehen Selbstmord. Selbst wenn man die Krankheit in den Griff bekommt, sind Langzeitfolgen (z.B. dauerhafte Herzrhythmusstörungen, Osteoporose – Knochenschwund -, dauerhafte Nierenstörungen) nicht auszuschließen.

Behandlung von Anorexie

Die Behandlung einer Anorexie richtet sich nach deren Ursache.


Erkennung und Behandlung von Magersucht

Die Erkennung ist immer etwas schwierig, da es auch von der einzelnen Person abhängt. Bei den meisten Fällen ist die Erkennung schon zu spät. Eine frühzeitige Erkennung von Ansätzen zu der Krankheit ist meisten schwierig, da vor allem bei der Magersucht die Betroffenen dies lieber verbergen wollen.

Selbst wenn die Erkennung schon im sehr frühen Stadium erfolgt, kann der Ausbruch jedoch nicht unbedingt verhindert werden. Verhindert kann es nur dann werden, wenn der Betroffene sich der Krankheit bewusst wird und auf Hilfe eingeht. Egal an welchem Punkt der Erkrankung man angekommen ist, so die kann benötigte Hilfe nicht von Freunden oder der Familie allein erfolgen. Die Ursache muss „bekämpft“ werden. Da dies immer eine psychische Störung ist, können nur Fachtherapeuten die erforderliche Hilfe geben.

Eine Therapie ist eine langwierige Angelegenheit. Der Therapeut muss einerseits das Essverhalten wieder auf ein „Normalniveau“ bringen und andererseits die psychischen Probleme behandeln.

Das Essverhalten auf ein Normalniveau zu bekommen ist jedoch schwieriger als man denkt. Gerade im fortgeschrittenen Verlauf der Krankheit muss dies immer unter medizinischen Aspekten erfolgen. Zu viel Essen auf einmal kann ebenfalls zu Gesundheitsstörungen kommen. Der Körper ist mit zu Hoher Nahrungsaufnahme völlig überfordert. Deshalb ist dies auch ein sehr langsamer Prozess. Nicht nur die Menge der Nahrungsaufnahme ist entscheidend, sondern auch die Art und Weise. Die Nährstoffe für den Körper müssen so gestaltet werden, dass der Körper seine eigenen „Produktionen“ langsam wieder hochfährt und versorgt.





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Tags
Essen, Familie, Ford, Gesundheit, Liebe, Lifestyle, Rap

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