FAQ Suchen Mitgliederliste Benutzergruppen Profil Einloggen, um private Nachrichten zu lesen
YaYuMa Foren-Übersicht  Login  Registrieren
YaYuMa



 

Rechtsextremismus



 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    YaYuMa Foren-Übersicht -> Politik und Weltgeschehen
 

 
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Joanie
Gast






BeitragVerfasst am: 13.08.2009, 18:08    Titel: Rechtsextremismus Antworten mit Zitat

Also man merkt ja immer wieder, wenn es Bestrebungen gibt, gegen die bestehenden politischen Idiologien zu arbeiten. Aber erstmal ...

In Deutschland werden mit der Bezeichnung Rechtsextremismus politische Bestrebungen am rechten Rand des politischen Spektrums beschrieben, die die Beseitigung der freiheitlich demokratischen Grundordnung zum Ziel haben. Rechtsextremismus in Deutschland wird in drei Lager eingeteilt: Die parlamentarisch orientierten Parteien, die intellektuell orientierte Neue Rechte sowie die aktionistisch orientierten Neonaziszene und der rechtsextreme Flügel der Skinheadszene. Die Heterogenität lässt sich aus der Geschichte der Extremen Rechten in Deutschland erklären, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht.

Im Unterschied zu anderen europäischen Ländern, wie Italien oder Frankreich, konnte sich in der Bundesrepublik bisher keine rechtsextreme Partei dauerhaft auf Landes- oder Bundesebene etablieren. Rechtsextremistische Aktivitäten werden mit Hilfe der Instrumente einer streitbaren Demokratie strafrechtlich verfolgt. Mit der Beobachtung und Überwachung rechtsextremer Bestrebungen beschäftigen sich die Verfassungsschutzsbehörden von Bund und Ländern. Vor den 1970er Jahren war die Bezeichnung rechtsradikal für Bestrebungen, die heute als rechtsextrem bezeichnet werden, üblich.


Was ich persönlich sehr lustig finde, sind Aktivitäten hier in Köln um die Rechte Szene lächerlich zu machen. Immer wieder sorgen sie selber auch dafür, dass die Staatsanwaltschaft diese Vereinigungen sehr interessant findet.

Aus dem Kölner Stadtanzeiger:

Schwarzer CDU-Helfer wird geschützt
Erstellt 13.08.09, 15:04h, aktualisiert 13.08.09, 18:16h

Ein schwarzer Wahlhelfer ist ins Visier der rechtsextremistischen NPD geraten, weil er auf Plakaten neben Ministerpräsident Dieter Althaus für die Landtagswahl wirbt. Die CDU will Zeca Schall nun vor der NPD schützen.
Der gebürtige Angolaner Zeca Schall steht in der Landesgeschäftsstelle der CDU-Thüringen. (Bild: dpa) Der gebürtige Angolaner Zeca Schall steht in der Landesgeschäftsstelle der CDU-Thüringen. (Bild: dpa)ERFURT - Der schwarze CDU-Wahlhelfer Zeca Schall denkt nicht darüber nach, dass ihn Neonazis angreifen könnten. "Ich war am Mittwoch den ganzen Tag mit Fernsehteams unterwegs, und heute warten sie auch schon wieder", erzählt der gebürtige Angolaner in gebrochenem Deutsch und lächelt freundlich. Seit die NPD Anfang der Woche schriftlich gedroht hat, Schall "zur Heimreise zu überreden", sind Polizei und Medien auf dem Plan.
Schall lebt seit 22 Jahren in Deutschland. Vor fünf Jahren trat er der CDU bei, seitdem sucht er den Weg in die Politik. Ins Visier der Rechtsextremisten geriet er, weil er auf großflächigen Plakaten neben Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) und anderen Männern und Frauen für die Landtagswahl am 30. August wirbt. "Dieser Angriff hat mich überrascht, weil doch schon im Frühjahr zur Kreistagswahl in Hildburghausen überall Plakate von mir hingen", sagt der gelernte Dreher. "Damals hat es keine Reaktionen gegeben."

Nadelstreifen und Biedermann

Bei den Kommunalwahlen setzte die NPD noch auf Nadelstreifen und Biedermann - mit mäßigem Erfolg. Trotz der Aufhebung der Fünf-Prozent-Hürde konnte sie gegen ihre eigene Erwartung nur rund 20 von knapp 1000 Mandanten erringen. Vom Einzug in den Landtag ist sie laut einer aktuellen Umfrage mit zwei Prozent weit entfernt. Allerdings können sich sechs Prozent der Bevölkerung vorstellen, NPD zu wählen.

Deshalb versucht die Partei jetzt nach Einschätzung der Amadeu Antonio Stiftung mit einer Eskalierungsstrategie auf sich aufmerksam zu machen. Bereits zum Auftakt ihres Wahlkampfes im Juli hatte sie Mahnwachen vor Moscheen und Gebetsräumen organisiert. Nach der großen Aufmerksamkeit ihrer ersten Drohung gegen Schall legte die NPD mit einem weiteren Brief nach. Die Staatsanwaltschaft in Meiningen hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet. Geprüft wird der Verdacht auf Volksverhetzung, Beleidigung und versuchte Nötigung.

Die CDU hat die Gefahr offensichtlich unterschätzt. "Wir wollten mit dem Plakat unsere Weltoffenheit demonstrieren", sagt Staatskanzleiminister Klaus Zeh (CDU). "Ich hätte nicht gedacht, dass sich die NPD diese Blöße gibt." Für den Sprecher der Staatskanzlei, Fried Dahmen, hat die NPD jetzt ihr wahres Gesicht gezeigt.

Strategien zum Schutz

In der CDU-Parteizentrale wurden inzwischen gemeinsam mit dem Innenministerium Strategien entwickelt, Schall zu schützen und trotzdem wie geplant im Wahlkampf einzusetzen: Nur kein Zeichen setzen, dass der NPD nachgegeben wird. Am Donnerstagmittag stand Schall am Stand der CDU in Erfurt, am Freitag will er Ministerpräsident Althaus in Hildburghausen begleiten.

Der 45-Jährige kann die Gefahr für sich schwer einschätzen. An ihn haben die Rechtsextremisten ihre Schmähschriften nicht gerichtet. Keine Drohanrufe, keine anonymen Briefe. Er fühlt sich gut integriert. Nur einmal, vor etwa acht Jahren, habe er auf der Straße in eine Schlägerei eingegriffen. Ein Freund aus Mosambik sei angegriffen worden. "Da bin ich leicht verletzt worden. Aber die Polizei war sofort da."(dpa)



Ermittlungen gegen Kölner NPD
Erstellt 13.08.09, 10:34h, aktualisiert 13.08.09, 16:38h

Die Staatsanwaltschaft ermittelt aufgrund des Verdachts der Volksverhetzung gegen die Kölner NPD. Grund ist ein Wahlkampfaufruf der Partei, Straftätern mit Migrantenhintergrund "den Garaus zu machen".
Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die rechtsextremistische NPD. (Bild: ddp) Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die rechtsextremistische NPD. (Bild: ddp)Köln - KÖLN - Die Kölner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche des NPD-Kreisverbandes Köln eingeleitet. Es werde der Tatbestsand der Volksverhetzung überprüft, bestätigte Oberstaatsanwalt Rainer Wolf. Hintergrund ist ein Wahlkampfaufruf der Kölner NPD im Internet. Der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Kölner Stadtrat, Jörg Detjen, hatte am 7. August eine Strafanzeige gegen den NPD-Kreisverband gestellt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Donnerstag wurde die Staatsschutz-Abteilung der Kölner Polizei mit den weiteren Ermittlungen beauftragt.
"Straftätern mit Migrantenhintergrund den Garaus machen"

Grund war nach Angaben von Detjen eine Wahlkampfmitteilung der NPD im Internet vom 2. August. "Dort werden in einzelnen Passagen Menschen verunglimpft und unverhohlen zu Gewalt aufgerufen", erklärte der Politiker von "Die Linke". Es habe wörtlich "Wir werden diesen Leuten in unserem Land den Garaus machen" geheißen. Dies sei eine eindeutige Gewaltankündigung, die bestimmten Gruppen mit Vernichtung drohe, erklärte Detjen. "Hier muss der Staat eingreifen und seine Einwohner davor schützen, Opfer von faschistischen Verbrechen zu werden." Der Text könnte ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einem erfolgreichen NPD-Verbotsverfahren sein.

Der NPD Kreisverband löschte mittlerweile die betreffende Passage. Über ihre Internetseite entgegnete sie Detjen, er solle nicht die Verwendung der deutschen Sprache beanstanden. Wenn er diese Sprache nicht möge, möchte er "doch bitte dieses schöne Land umgehend verlassen", erklärte die rechtsextreme Partei. (dpa, epd)


Was denkt ihr dazu?
Habt Ihr Erfahrungen mit der Szene gemacht?
Nach oben
Autor Nachricht
InuKy
Gast






BeitragVerfasst am: 14.08.2009, 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte mal einen Neo-Nazi in der Klasse gehabt. Aber er wirkte vollkommen normal. Zumindestens uns gegenüber. Er stand dazu, dass er die Meinung der NPD vertritt, aber er hat keine Ausländer an sich verurteilt. Eher ging er gegen unsere Biologielehrerin vor und sie ist gebürtige Deutsche. Uns gegenüber hat er sich nett und freundlich verhalten, hat unsere Meinungen aktzeptiert und ihn hat es nicht gestört, dass wir ihn immer mit Nazi angesprochen haben.
Manchmal hatten wir aber das Gefühl, dass er da raus wollte, aber wenn wir ihn darauf angesprochen haben, hat er uns zurückgewiesen. Nur sein Blick und seine Handlungen manchmal haben eine andere Sprache gesprochen.
Und ich selber hatte mal Erfahrungen gemacht. Zwar nicht mit der Szene, aber mit dem Streit um solche Musik. Die Böhsen Onkelz werden gerne als rechte Musikgruppe angesehen. Dabei sind die das gar nicht. Mein Vater hat das spitz bekommen und hat mir die Hölle heiß gemacht und hat irgendwie ein Lied gefunden, was angeblich von den Onkelz war und das ausländerfeindlich war. Er hat mir sogar verboten, die Musik weiterzuhören. Nur meine Mutter hat Gott sei Dank eingelenkt und gemeint, ich solle die Musik in einen anderen Ordner verstecken und die Musik nur hören, wenn mein Vater nicht da ist.
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    YaYuMa Foren-Übersicht -> Politik und Weltgeschehen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Tags
Politik, Sex

Powered by phpBB 2.0.23 © 2001, 2002 phpBB Group
BBTech Template by © 2003-04 MDesign


BBoard.de bietet Ihnen ein Kostenloses Forum mit zahlreichen tollen Features

Impressum | Datenschutz