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Idiotisches Verhalten von Menschen im Schienenverkehr



 
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Joanie
Gast






BeitragVerfasst am: 28.10.2008, 18:48    Titel: Idiotisches Verhalten von Menschen im Schienenverkehr Antworten mit Zitat

Immer wieder gibt es Schlagzeilen, wo man denkt. "wo haben manche ihren kopf bitte?"

Beispiele:

Express vom 28.10.2008:
Düsseldorf - Auf dem Schulweg Junge (14) von Rheinbahn zerquetscht

Grauenhafter Unfall am Dienstagmorgen in Rath: Am Rather Broich gerät ein Junge unter die Straßenbahn, stirbt. Er ist erst 14 Jahre alt!

Youssef R. († 14) war gerade auf dem Weg in die Schule. Zusammen mit seinem Cousin (19) ging er zur Straßenbahn. Er sah von rechts seine Bahn ankommen, rannte über die Gleise - die Bahn, die von links kam, sah er nicht.

Die Rheinbahn erfasste Youssef, klemmte ihn ein. Sein Cousin musste alles ansehen. Seine Familie wohnt nur 100 Meter entfernt. Schrecklich: Augenzeugen berichten, dass Youssefs Mutter das Drama mit ansehen musste!

Ein schreckliches Unglück - doch es war nur eine Frage der Zeit, sagen Anwohner. Immer wieder rennen hier am Rather Broich Schulkinder unachtsam über die Gleise. Doch bislang ging es gut. Bislang.

Für Youssef sollte es eigentlich eines der letzten Male sein, die er diesen Weg zur Schule geht. Seine Familie hat sich ein Haus gebaut, wollte kommende Woche umziehen. Dann hätte Youssef nicht mehr über den Rather Broich gemusst. Doch der Umzug kommt zu spät...


Kölner Stadtanzeiger
Radfahrer schwer verletzt
Erstellt 28.10.08, 09:27h, aktualisiert 28.10.08, 10:13h

Ein Radfahrer wurde am Dienstagmorgen bei einem Unfall mit der Straßenbahn auf der Linie 16 schwer verletzt. Es kam zeitweise zu Störungen im Bahnverkehr.

Köln - Ein Radfahrer ist am Dienstagmorgen bei einem Unfall mit der Straßenbahn auf der Linie 16 schwer verletzt worden. Der Unfall ereignete sich auf der Schönhauser Straße Ecke Gustav-Heinemann-Ufer. Die Linie 16 verkehrte bis etwa 9.30 Uhr nur mit Störungen über die Haltestelle Schönhauser Straße.

Die Polizei musste die Rheinuferstraße zeitweise in beide Richtungen sperren. Seit 9.30 kann der Verkehr wieder ungehindert passieren. Einzelheiten zum Unfall sind noch nicht bekannt. (ksta)


Solche und andere Nachrichten hört man immer wieder. Immerwieder heißt es ... "die KVB ... die DB ... die sind schuld." aber sind die das denn immer wirklich? beide Beispielfälle zeigen weider mal, wie achtlos menschen mit anderen umgehen.

Ich selber habe schon einen unfall mit der kvb mitgemacht, weil ein bekloppte kleinlaster der meinung war, dass er abbiegen muss ... wo er nicht duirfte. leider war die srtaßenbahn stärker und ich um ein schleudertrauma bereichert. sad

Vor ein paar Tagen habe ich einen sehr interessanten Weblog gelesen ... hierbei muss man beachten, dass es sich um einen KVB Fahrer handelt, der vor kurzen leider selber jemanden mit der Straßenbahn über den Haufen gefahren hat. Ich kopier den einfach mal.:

KVB – Der Tod fährt immer mit
LOKALES | 26.10.2008 | 01.26 | kölnbahn
Immer wieder ereignen sich sinnlos Unfälle an Gleisübergängen der KVB, viele mit tödlichem Ausgang. Darum seid vorsichtig beim Betreten, wir können es nicht sein, da unsere Fahrgäste auf Pünktlichkeit angewiesen sind.

Vor einiger Zeit wurde ein Junge bei einem Verkehrsunfall von einer Stadtbahn der KVB, dessen Fahrer ich war, frontal erfasst und tödlich verletzt.

Das Verhängnis nahm seinen Lauf, als ich an diesem Abend bei Dunkelheit und leichtem Regen mein Fahrzeug ins Depot steuern wollte – dem ersehnten Feierabend entgegen. Unterwegs las ich noch ein paar Fahrgäste auf, die sich zuvor mit Proviant versorgt hatten. Verpackung und Essensreste ließen sie im Fahrzeug zurück.

An diesem Tag hatte ich zum ersten Mal nach längerer Zeit wieder einen Fahrdienst, der am frühen Nachmittag begann und sich bis in die Abendstunden hinzog. Zuvor hatte ich das einzusetzende Fahrzeug noch auf Sicherheitsmängel zu überprüfen. Dazu gehören die Bremsen, der Bremssandvorrat, und die Sicherheitseinrichtungen der Türen. Eine gründtliche Überprüfung ergab keine Mängel. Ich stellte jedoch fest, dass der Innenraum stark verschmutzt war. Dies wollte ich meinen Fahrgästen nicht zumuten. So holte ich aus der Abstellhalle Eimer und Besen und reinigte das Fahrzeug gründtlich. Einige Fahrgäste wollten wohl auf das Rauchen nicht verzichten, und hinterließen ihre Kippen auf dem Boden.

Sodann startete ich eilig zu meiner ersten Fahrt, da unsere Fahrgäste auf Pünktlichkeit angewiesen sind. Ich fahr schon immer Vollgas, aber spätestens am Neumarkt verliert man so viel Zeit, dass es nicht mehr aufzuholen ist.

Bei der KVB müssen zahlreiche, zum Teil widersprechende Bedingungen, gleichzeitig erfüllt werden. Als Richtschnur des Handelns gibt es eine Rangfolge der Wertigkeit. An erster Stelle steht die Sicherheit für die Fahrgäste und die Vermeidung von materiellen Schäden. Dann folgt die Pünktlichkeit, und zuletzt kommt die Sauberkeit, die dem allgemeinen Wohlbefinden unserer Gäste dienen soll. Es gab an jenem Tag eine weitgehende Beeinträchtigung der Pünktlichkeit, die anderen Vorgaben waren erfüllt.

Nach solch einem arbeitsreichen und stressigen Arbeitstag fuhr ich den Gleisübergang, auf dem sich der Unfall ereignen sollte, zügig an, um meinen verdienten Feierabend pünktlich einläuten zu können. Wegen der schlechten Wetter- und Sichtverhältnisse nahm ich den Jungen erst kurz vor dem Fahrzeug wahr - dann knallte es auch schon. Zu spät, um noch frühzeitig reagieren und bremsen zu können. Natürlich erlitt ich einen Schock. Herannahende Kollegen und die Polizei haben sich rührend um mich gekümmert. Man hat mich gleich ins nächste Krankenhaus gebracht, wo ich stationär behandelt wurde. Dafür noch mal vielen Dank an die Einsatzteams. Denn schließlich hatte ich mir beim dem Unfall die rechte Hand leicht verstaucht.

Wie ich am darauf folgenden Tag aus der Zeitung erfahren habe, erlag der Junge noch auf dem Weg ins Krankenhaus seinen tödlichen Verletzungen. Er muss wohl minutenlang schwer verletzt unter der Bahn gelegen haben, bis Hilfe kam. Dies bedauere ich natürlich sehr.

Laut Angaben der Polizei soll er den Gleisübergang vermutlich unter Missachtung der roten Signalanlage betreten und somit den Unfall alleine verschuldet haben. Denn die Stadtbahnen holen sich “freie Fahrt“ durch so genannte Koppelspulen, die im Gleis eingebaut sind, und die funktionieren mit 95%iger Sicherheit. Auch mein Anwalt und ein Gutachter, der den Unfallhergang gründtlichst untersucht hat, sehen den Fall so. Dies hat der Sachverständige bereits vor Ort verlauten lassen. Die Staatsanwaltschaft, die ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat, könne mir keinerlei Mitschuld nachweisen. Auch meine Kollegen haben mir das bestätigt. Bei alle den in den vergangenen Jahren vorgefallenen Unfällen mit tödlichem Ausgang, an denen Fahrzeuge der KVB beteiligt waren, wurden die Verfahren jeweils mangels Tatverdacht eingestellt – sehr beruhigend für mich.

Die Vermeidbarkeitsuntersuchungen, die vom Sachverständigen sehr gründtlich durchgeführt wurden, haben ergeben, dass ich den Übergang zwar mit überhöhter Geschwindigkeit angefahren habe, der Unfall aber auch bei sachgerechtem Verhalten meinerseits nicht hätte verhindert werden können. Dafür waren die Sichtverhältnisse zu schlecht und der Bremsweg des tonnenschweren Fahrzeuges bei der hier erlaubten Geschwindigkeit zu lang. Es gilt in solchen Fällen – im Zweifel für den Beschuldigten, also für mich. Das hat der Sachverständige in seinem Gutachten auch mehrfach betont. Und das ist auch gut so. Ansonsten wären zwei Leben zerstört, meinte mein Anwalt noch zu mir. Dem toten Jungen kann sowieso keiner mehr helfen.

Auch für mich steht zweifelsfrei fest, dass der Junge durch alleiniges Verschulden tödlich verunglückte. Was hat ein 14-jähriger Junge auch bei Dunkelheit noch auf dem Gleisübergang zu suchen.


Der Eintrag auf der Seite scheint aber nicht mehr da zu sein. den Link, den ich hatte, den gibet nix mehr.
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