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Hitler bei Madam Tussaud



 
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Soll die Figur ausgestellt werden?
Ja
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Nein
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Stimmen insgesamt : 3

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Joanie
Gast






BeitragVerfasst am: 08.07.2008, 06:42    Titel: Hitler bei Madam Tussaud Antworten mit Zitat

Und sie zetern und zanken sich mal wieder. Thema des Streites: das neue Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud in Berlin. Genau gesagt eine Puppe dort. Das Kabinett hat im Rahmen der Aufarbeitung deutscher Geschichte auch eine Figur von Adolf Hitler dort hingestellt. Nicht verherrlicht oder sonst irgendwas. Das Wachsfigurenkabinett ist in mehrere Themenbereiche aufgeteilt, wo dieses auch dazugehört. Bedauerlicherweise ist Adolf Hitler nun mal ein Teil der deutschen Geschichte. Auch wenn es viele verdrängen wollen. Aber dieses Theater finde ich ehrlich gesagt unnötig. Jetzt heißt es wieder die Holocaustopfer. Ich weiß wie schlimm das ganze war und ich will es auch nicht wieder haben. Der Besuch in Auschwitz hat mir ehrlich gesagt gereicht. Aber ich denke gerade im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der deutschen Geschichte sollte man so was nicht einfach verdrängen nach dem Motto „hat es nie gegeben“.


http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article678367/Die_Hitler_Puppe_ist_ueberfluessig.html

MADAME TUSSAUDS
"Die Hitler-Puppe ist überflüssig"


Dienstag, 8. Juli 2008 04:00 - Von Gilbert Schomaker und Daniel Schmidt

Das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds hat noch keinen Termin geäußert, wann die Wachsfigur von Adolf Hitler wieder aufgestellt werden soll. "Schnellstmöglich" soll die Figur, deren Kopf der 41-jährige Kreuzberger Frank L. abgerissen hatte, in London repariert und in der Ausstellung Unter den Linden wieder präsentiert werden, hieß es gestern in einer Erklärung. Diese Entscheidung stieß zum Teil auf deutliche Kritik.

„unangemessen und geschmacklos. Ich bedauere zutiefst die Entscheidung. Eine Hitler-Puppe in der Stadt aufzustellen, in der der Holocaust geplant wurde, finde ich ausgesprochen unmöglich." Er sprach von einer "grandiosen Selbstüberschätzung" der Ausstellungsmacher.
Hajo Funke, Politik-Wissenschaftler an der Freien Universität, dessen Forschungsschwerpunkt der politische Umgang mit dem Nationalsozialismus ist, sagte dieser Zeitung: "Hitler als Wachsfigur zu präsentieren, ist in einer Stadt unangemessen und geschmacklos, in der er den Zweiten Weltkrieg vorbereitet hat. Es ist Ausdruck einer banalen Selbstüberschätzung, wenn man meint, so zur Aufarbeitung der Geschichte beizutragen, wie die Hersteller dieser Wachsfigur behaupten." Eine solche Puppe sei vor allem überflüssig. "Es gibt in Berlin das Holocaust-Mahnmal, das Deutsche Historische Museum und die Orte des Verbrechens", so der FU-Wissenschaftler.

"FASZINATION DES BÖSEN"

Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, sagte: "Ich hab damals gesagt, als die Figur zum ersten Mal aufgestellt wurde, dass es mir lieber ist, sie steht dort im Kabinett als in den Köpfen der Menschen. Das ist meine persönliche Meinung. Die Jüdische Gemeinde ist natürlich sehr gespalten. Aber ich finde, man sollte sich damit auseinandersetzen - wenn es denn zum Denken anregt, kommt vielleicht was Positives dabei heraus."

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich dagegen zurückhaltend über die geplante Rückkehr der Hitler-Nachbildung in die Schau geäußert. "Ich bin nicht unglücklich, wenn die Figur nicht wieder aufgestellt wird", sagte Generalsekretär Stephan Kramer.

In der Senatskanzlei hieß es gestern, dass man die erneute Aufstellung der Hitlerfigur nicht kommentieren wolle. Der Generalsekretär der Berliner CDU, Frank Henkel, fand dagegen deutliche Worte: "Natürlich ist Hitler ein Teil der deutschen Geschichte. Hier geht es aber nicht um die Geschichte, sondern um einen PR-Gag. Die Ausstellungsmacher setzen auf die Faszination des Bösen." Auch Henkel verwies darauf, dass es gerade in der Stadt, in der der Holocaust geplant wurde, "absolut geschmack- und instinktlos" sei, Hitler als Wachsfigur auszustellen. "Und das ausgerechnet in der Nähe des Regierungsviertels", sagte Henkel. "Die Neuaufstellung ist entbehrlich."

NUR IM HISTORISCHEN KONTEXT

Nach Informationen der ARD-"Tagesschau" sollen in dem Kabinett die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt werden. Die Berliner Ausstellung hatte Hitler als gebrochenen, alten Mann hinter einem Schreibtisch dargestellt. Das Berühren oder Fotografieren war verboten. In London bei Madame Tussauds und im Hamburger Panoptikum stehen ebenfalls Hitler-Figuren. Die britische Puppe wurde schon oft beschädigt.

In Deutschlands ältestem Wachsfigurenkabinett, dem Panoptikum nahe der Hamburger Reeperbahn, steht derweil seit 60 Jahren eine Hitler-Figur, ohne dass es "tätliche Angriffe" gegeben habe, wie Panoptikum-Chef Hayo Faerber sagte. Auf den Hinweis eines Besuchers hin seien allerdings neben dem Diktator sowie dessen Propagandaminister Joseph Goebbels und NS-Luftwaffenchef Hermann Göring auch die Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl in die Ausstellung aufgenommen und so die Hitler-Figur in einen Kontext gestellt worden. Bei Madame Tussauds in Berlin war der Diktator allein an einem Schreibtisch im Führerbunker zu sehen gewesen.

Madame Tussauds verteidigte gestern die Wiederaufstellung der Figur. "Madame Tussauds ist unpolitisch und kommentiert oder bewertet weder Personen, die in der Ausstellung gezeigt werden, noch was sie im Laufe ihres Lebens getan haben", hieß es in einer Erklärung. Ausgewählt würden Figuren wegen ihrer Popularität oder ihrer Bedeutung, den Lauf der Geschichte entscheidend beeinflusst zu haben - "im Guten wie im Schlechten."

Ob Madame Tussauds Schadenersatz von dem Kreuzberger verlangen wird, ist noch offen. Die Figur selbst hat nach Angaben der Ausstellungsmacher einen Wert von 200 000 Euro.


Das wird so alles ausgestellt:





Die Streitfigur



Marlene Ditrich



Marlene Ditrich



Romy Schneider in ihrer unvergesslichen Rolle als Sissi



Die Reporter sind übrigens echt.



Frankreichs Staatspräsident Sarkozy



Aber auch Karl Marx ...



... Konrad Adenauer und J.F. Kennedy ...




... der Erich (Honnecker) ...



... selbst Fußball gibt es ... der Olli Kahn ...



Robbie hautnah



Tom Cruise



auch George Cloony ... übrigens ... der Wowereit daneben ist echt
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Autor Nachricht
InuKy
Gast






BeitragVerfasst am: 08.07.2008, 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Als ich gelesen habe, dass der Wachsfigur von Adolf Hitler der Kopf abgerissen wurde, musste ich lachen. Sowas habe ich mir nämlich schon von Anfang an gedacht. Aber ich frage mich, waurm man nun schon wieder von Holocaust redet. Okay, Adolf Hitler gehört zu unserer Vergangenheit, aber die meisten tun so, als habe es diese Zeit nie gegeben. Und gerade diese Einstellung finde ich zum kotzen. Diese Zeit will ich auch nicht wiederhaben. Beim Besuch von Sachsenhausen bin ich in Tränen ausgebrochen. Wegen der Stimmung und was dort passiert ist. Aber wir können es nicht ungeschehen machen. Mir wäre es zwar lieber, dass man die Figur nicht wieder aufstellt, aber gleich davon ausgehen, dass es geschmackslos ist? Dann dürften wir ja nie wieder über Hitler reden und ihn eigentlich aus den Geschichtsbüchern streichen ... Wie lange muss man noch für seine Vergangenheit bezahlen? Wenn es erst in 1000 Jahren passiert wäre mit der Wachsfigur, dann wäre die Diskussion auch ausgebrochen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Deutschland immer mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Wenn man nun sagt, die Wachsfigur soll wieder aufgestellt werden, bitte, lasst sie doch.
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Karuh
Gast






BeitragVerfasst am: 21.03.2009, 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde, dass die Wahcsfigur stehen bleiben soll, alleine schon, weil sie zur deutschen geschichte gehört und an das mahnen soll, was damals passiert ist. Ich will denn völkermord nicht beschönigen sodnern verurteile ihn scharf und dass es auch auf ewig ein schandfleck der deutschen geshcichte sein wird. Doch wir müssen aus unseren Fehlern der vergangenheit lernen und deswegen soll sie da bleiben.

Was mich ankotzt ist, dass nur eine bevölkerungsgruppe in der vordergrund gestellt wird und die anderen opfer total vergessen werden.

Gruß

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Adam, Berlin, Politik, USA

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