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Münchner U-Bahn Schläger vor Gericht



 
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Joanie
Gast






BeitragVerfasst am: 08.07.2008, 06:29    Titel: Münchner U-Bahn Schläger vor Gericht Antworten mit Zitat

Manchmal frage ich mich ernsthaft, was in manchen Leuten vorgeht. Prügeln jemanden halb tot und wundern sich, wenn die mit versuchten Mord angeklagt werden. Ich hoffe sehr, dass sie auch dafür verurteilt werden. Seit Prozessauftakt versucht vor allem der eine die ganze Zeit auf Mitleid. Aber ich hab kein Mitleid. Hatten die denn Mitleid mit dem Opfer? Und das ganze Nur, weil das Opfer die beiden aufs Rauchverbot hingewiesen hat. ... Was in U-Bahnhöfen ja nicht umsonst ist.


http://www.welt.de/muenchen/article2187008/U-Bahn-Schlaeger_vor_dem_Urteil.html

U-Bahn-Schläger vor dem Urteil

Ein halbes Jahr nach dem brutalen Überfall auf einen pensionierten Schulleiter in der Münchner U-Bahn wird am Dienstag das Urteil gegen die Schläger gesprochen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem zur Tatzeit 17 Jahre alten Griechen Spyridon L. und dem damals 20-jährigen Serkan A. versuchten Mord vor.

Für den jüngeren Angeklagten forderte Staatsanwalt Laurent Lafleur neun Jahre, für den älteren zwölf Jahre. Die Anwälte plädierten auf Körperverletzung mit deutlich niedrigeren Strafen – für den älteren Serkan A. maximal vier Jahre. Außerdem wollen sie, dass die Jugendkammer des Landgerichts München I beide Täter nach Jugendstrafrecht verurteilt.

Kurz vor Weihnachten hatten die beiden – damals 17 und 20 Jahre alt – den 76-jährigen Bruno Hubertus N. mit Schlägen und Tritten an den Kopf lebensgefährlich verletzt, weil er sie auf das Rauchverbot in der U-Bahn hingewiesen hatte. Der pensionierte Schulleiter erlitt einen dreifachen Schädelbruch und eine Gehirnblutung. Die beiden haben die Tat gestanden und sich bei dem Opfer entschuldigt. Gutachter attestieren ihnen hohe Aggressivität und Ich-Bezogenheit.

Bruno Hubertus N. war am Abend des 20. Dezember 2007 auf dem Heimweg von einer Weihnachtsfeier mit früheren Kollegen, als der jüngere Spyridon L. in der U-Bahn den Rauch seiner Zigarette zu ihm blies. „In der U-Bahn wird nicht geraucht“, sagte der pensionierte Realschuldirektor. Nach dem Aussteigen rannten die beiden dem 76- Jährigen nach und schlugen und traten ihn nieder. Eine Überwachungskamera zeichnete die Tat auf. Die Ausstrahlung im Fernsehen sorgte wegen der großen Brutalität der beiden bundesweit für Empörung.

Staatsanwalt Laurent Lafleur sieht bei den jungen Männern „schädliche Neigungen“, ein „völlig haltloses und zügelloses Leben“ und eine „ungebändigte Brutalität“. Der Hinweis auf das Rauchverbot sei berechtigt gewesen – „und dafür sollte Hubert N. mit dem Leben büßen“, sagte Lafleur. „Ein krasseres Missverhältnis ist mir noch nie untergekommen.“ An ihre Reue glaubt er nicht.

Die Verteidiger wiesen den Vorwurf des versuchten Mordes zurück. Spyridon L.s Anwalt Wolfgang Kreuzer forderte ein „angemessenes Urteil“, ohne ein Strafmaß zu nennen. Serkans A.s Verteidiger Oliver Schmidt plädierte auf zweieinhalb Jahre Haft, sein zweiter Verteidiger Florian Wurtinger wegen gefährlicher Körperverletzung auf maximal vier Jahre. Er verwies auf die schwierige Kindheit. „In der Familie war alles kaputt, was kaputt sein kann.“

Der psychiatrische Gutachter Franz Joseph Freisleder bescheinigt Serkan A. geringe Chancen auf Änderung seines Lebenswandels. Er mahnte aber: „Ich würde ausdrücklich dafür plädieren, die aufscheinenden Reste von Entwicklungsmöglichkeit wahrzunehmen und zu fördern.“ Spyridon, L. dessen Familie am 11. September 2001 nach Deutschland gekommen war, kam in der neuen Heimat nicht zurecht. Er konsumierte Alkohol und Drogen und brach die Schule ab.

Bruno Hubertus N., der weiter unter den Folgen des Überfalls leidet, wies alle Entschuldigungen zurück. Er beklagte zudem, dass sein Fall in Hessen und Bayern im Wahlkampf benutzt worden sei. Trocken schilderte er in seiner Zeugenaussage, wie ihm ein Bäcker in Darmstadt Croissants geschenkt habe mit Worten wie: „Für dich kostet es nichts.“ Zurück in München habe er dann das Wahlplakat der Münchner CSU gesehen, es zeigte ein Originalbild der Überwachungskamera mit dem Opfer am Boden und einem tretenden Mann. „Nicht schon wieder!“, habe er gedacht. „Das musste wirklich nicht sein, dass man mich da als Mehlsack auf dem Fußboden sieht – und möchte damit eine politische Aussage treffen.“

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InuKy
Gast






BeitragVerfasst am: 08.07.2008, 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Die U-Bahn-Schläger Serkan A. (21) und Spyridon L. (18) – heute um 11.30 Uhr entscheidet sich vor dem Landgericht München, wie lange sie ins Gefängnis müssen. Weil sie Rentner Bruno N. (76) fast totprügelten, drohen Serkan A. 12 Jahre, Spyridon L. 9 Jahre Haft.
Erst müssen sie im Knast brummen – dann werden sie abgeschoben! Das erklärte gestern der bayerische Innenminister, Joachim Herrmann (51).
Herrmann zu BILD: „Für mich ist ganz klar, dass die brutalen U-Bahn-Schläger ausgewiesen und nach Verbüßung der Haftstrafe auch abgeschoben werden müssen. Alles andere ist in keinster Weise akzeptabel."
"Es würde niemand verstehen, wenn Ausländer, die eine derartige Brutalität an den Tag legen, weiter in Deutschland bleiben könnten. Zumal ein Täter auch noch seine deutschfeindliche Haltung deutlich zum Ausdruck gebracht hat“, erklärte Herrmann weiter.
Gemeint ist Spyridon L.. Er hatte das Opfer als „Scheiß-Deutschen“ beschimpft.
Wohin werden die U-Bahn-Schläger abgeschoben?
Serkan in das Heimatland seiner Eltern, die Türkei. Der Grieche Spyridon in sein Geburtsland.
Darf Spyridon als EU-Bürger überhaupt abgeschoben werden?
Ja, auch EU-Bürgern droht bei Verurteilungen über fünf Jahren Haft die Abschiebung in ihre Heimat.
Serkans Anwälte Michael Gallus und Oliver Schmidt kündigten bereits an, gegen die drohende Abschiebung vorzugehen.
Gegenüber BILD sagten sie: „Serkan ist in München geboren, seine Eltern leben seit Jahrzehnten hier, haben hier gearbeitet. Zudem ist Serkan mit einer Deutschen verlobt, Vater eines deutschen Kindes. Er würde gegen eine Abschiebung vor dem Münchner Verwaltungsgericht klagen.“
Gestern Abend unternahmen die Anwälte einen letzten Versuch, die Urteilsverkündung noch zu verschieben.
Sie beantragten, einen weiteren Zeugen zu hören. Experten erwarten, dass der Antrag abgelehnt wird.

Quelle: www.bild.de

Wenn ich das schon wieder höre. Okay, die Haftstrafen sind voll in Ordnung, aber deswegen gleich Abschiebung? Dann müssten sie eine Menge mehr Leute abschieben. Nicht nur die beiden. Ich frage mich so oder so, warum gerade nur die beiden in den Medien erschienen sind. Nur wegen der 'brutalen' Art und Weise? Hallo? Es gibt noch mehr solcher Überfälle. Nicht nur die, die in den Zeitungen erschienen sind. Als ich das heute in der Bild gelesen habe, habe ich nur den Kopf geschüttelt. Die Strafe, die sie abzusitzen haben, ist gerecht. Aber Abschiebung? Wenn sie nun so hart durchgreifen, sollten sie es gleich bei allen unseren ausländischen Mitbürgern machen, die als nächstes irgendwie gewalttätig auffallen und schon häufig deswegen aufgefallen sind.
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