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Schwuler Bundeskanzler?



 
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Joanie
Gast






BeitragVerfasst am: 22.09.2007, 19:09    Titel: Schwuler Bundeskanzler? Antworten mit Zitat

Erstmal grundsätzlich die Mitteilung in der Presse:

Das hemmungslose öffentliche Feiern hat er schon eingestellt, den "Wowi" muss er noch loswerden. Für einen Regierenden Bürgermeister von Berlin mag der Kosename gerade noch angehen - wer Kanzler werden will, kann solche Etiketten nicht mehr gebrauchen. Und dass er noch Großes mit sich vorhat, bestreitet Klaus Wowereit ja nicht einmal selbst. Er sei keiner, der "krampfhaft" den nächsten Karriereschritt herbeiführe, betont der SPD-Politiker oft, und damit ist eigentlich alles gesagt.

Kein Wunder, dass die in dieser Woche erschienene Autobiografie (". . . und das ist auch gut so", Blessing Verlag München) als öffentliches Bewerbungsschreiben gewertet wird. Denn warum sonst sollte ein mit knapp 54 Jahren noch junger Politiker so viel, um nicht zu sagen: erstaunlich viel Privates von sich preisgeben? Ein Selbstdarsteller ist dieser Mann ja nicht, eher einer, der es glänzend versteht, sich hinter der Maske des unbekümmerten Hedonisten zu verbergen.

Lange ist es erstaunlich ruhig um "Berlins ranghöchste Stimmungskanone" ("Spiegel") gewesen. Keine wilden Partyfotos mehr, kaum noch flapsige Sprüche. Nach den vielen Monaten, in denen Wowereit die Landespolitik geräuschlos organisierte, wirkt das Buch deshalb wie ein Paukenschlag. Plötzlich gibt es wieder fette Schlagzeilen auf den Titelseiten der Boulevardzeitungen ("Wowi erzählt jetzt alles!"), ein 6-seitiges Wowereit-Porträt im Magazin der "Süddeutschen", ein 7-seitiges Exklusivinterview im "Stern" und, und, und.

"Wowereit-Wochen" seien angebrochen, hieß es im Berliner "Tagesspiegel" am Donnerstag, als 300 geladene Gäste in die Bertelsmann-Stiftung neben der Staatsoper eilten, um die offizielle Buchvorstellung live zu erleben. Allen voran Wowereits Lebensgefährte Jörn Kubicki, der, wie man nach der Lektüre weiß, "keine eigenständigen Interviews" gibt. O-Ton Wowereit: "Wir haben eine klare Vereinbarung. Dass Jörn bisweilen als ,First Lady' bezeichnet wird, versuchen wir witzig zu finden."

Klaus Wowereit kokettiert, wie vor ihm Gerhard Schröder, gern damit, dass er "aus der Unterschicht" kommt. Er ist Jurist. Sein politischer Höhenflug begann, als Berlins Große Koalition durch die Banken-Affäre in schwere Turbulenzen geriet. Am 16. Juni 2001 löste Wowereit Eberhard Diepgen nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum als Regierungschef in Berlin ab. Zunächst bildete er eine Übergangskoalition mit den Grünen, seit 2002 regiert er mit der PDS.

Dass Wowereits Lebensleistung darin bestehe, "als Schwuler in der Politik überlebt zu haben", wie die "Berliner Morgenpost" am Freitag schrieb, ist also etwas untertrieben. Wowereit, der einerseits enorm gewinnend und charmant sein kann und andererseits so rüde wie in den Junitagen des Jahres 2001, als er die Macht an sich riss, ist alles andere als ein Überlebender.

Er sei damals "der große Unbekannte" gewesen, der vom Wähler nicht der maroden Großen Koalition zugerechnet worden sei, schreibt Wowereit in seinem Buch: "Ich galt als sauber." Tatsächlich war Wowereit der Strippenzieher des Misstrauensvotums, und der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Steffel sprach damals nur offen aus, was viele im Berliner Abgeordnetenhaus heimlich dachten: dass er selten "so bewusst getäuscht" worden sei wie von diesem Kollegen . . .
Solche Sachen lässt Wowereit in seiner Autobiografie natürlich weg. Überhaupt ist es ein seltsam unpolitisches Politiker-Buch geworden. Ein Buch, in dem Genossen wie Schröder ("Er hatte einen sehr klaren Instinkt, wen er gerade brauchte und wen nicht"), Platzeck ("Er war so einer, den ich von Anfang an sympathisch und wohltuend unprätentiös fand") und Beck ("Mein geschätzter Parteivorsitzender") zwar erwähnt werden, aber letztlich nur am Rande. In dem es nicht um politische Konzepte geht, sondern darum, dem Leser zu vermitteln, dass der Schreiber ein für breite Schichten wählbarer Mann ist. Der einfachste Politiker-Test, so Wowereit, bestehe doch bis heute aus zwei Fragen: "Von wem fühlt man sich im Ausland würdig repräsentiert?" Und: "Von wem würde man einen Gebrauchtwagen kaufen?"

Die Autobiografie ist mit dem staatstragenden Untertitel "Mein Leben für die Politik" versehen. Im "Stern"-Interview hat Klaus Wowereit die Frage, ob ein schwuler Politiker inzwischen Kanzler werden könne, übrigens mit einem knappen "Das wäre möglich!" beantwortet.

Quelle: Hamburger Abendblatt, erschienen am 22. September 2007


Meine persönliche Meinung:
Mir sit sowas von sch... egal ob der Bundeskanzler eine Frau oder Mann ist oder schwul / lesbisch oder nicht ist. Hauptsache er/sie macht seine Aufgabe gut.
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Autor Nachricht
Karuh
Gast






BeitragVerfasst am: 24.09.2007, 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

warum sollte keine homosexuelle person kanzler werden? Wichtig ist die arbeit, welcghe diese person macht und ob sie für deutschland positiv ist.
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